Süße Monster, um die ich mich wohl sorge!

Ich hab Mittwoch gearbeitet, bei strömendem Regen. Kinder, zumindest diese Kinder, stört das nicht so sonderlich. Ich sehe so ein paar von denen den Hang hoch rennen (Kopfsteinpflaster + steil = Verletzungsgefahr) und rufe ihnen also hinterher:

„Nicht so schnell, nicht dass einer von euch hinfällt!“

Anderer Junge, der neben mir am Feuer steht: „Hast du etwa Angst um die?“

Ich: „Ja, natürlich.“

Er: „Ach, laber doch net! Du kennst uns doch gar nicht!“

WUT? Also erstmal kenne ich sie natürlich schon. Zweitens ist das mein Job, mir um die Kids Sorgen zu machen. Und drittens würde ich das auch machen, wenn das nicht mein Job wäre. Hab ich dem Jungen so gesagt.

Hat er mir nicht geglaubt.

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So…

Heute hat jemand meinen Blog gefunden über Google Image Search mit den Suchworten:

ich hasse meinen Chef

1. hab ich grad mal selber gegooglet, und hab keine Ahnung, wie dieser Mensch mit der Suche auf meinen Blog gekommen ist.

2. ist er hier falsch. Ich beschwere mich gerne und viel über meinen Chef, aber ich beschwere mich gerne und viel über so ziemlich alles :D Ich hasse meinen Chef nicht. Ich mag meinen Chef. Er ist chaotisch und verplant und manchmal schadenfroh, aber im Grunde doch ein lieber Kerl.

Nur, dass wir das hier mal festgehalten haben :)

Unverhofft Vater geworden…

… ist gestern Kevin Heinrich. Er hat eine Baby-Ente adoptiert. Des Aktivspielleiters Schwester ist nämlich in den Urlaub gefahren und hat uns ihre Entenzucht überlassen. Mama Ente (aggressiv, faucht mich immer an, wenn ich nur gucke; das nenne ich Beschützerinstinkt) + fünf Küken.

Ich war gleich total begeistert weil die ja so putzig sind!

Nun hat Mama Ente zwei von ihren Kleinen nicht haben wollen. Die Natur ist grausam. Jedenfalls haben Kevin Heinrich und sein Kumpel beschlossen, die beiden zu retten und ihnen ein eigenes Nest zu bauen. Sie haben sie mit sich rum getragen (ist ihnen doch sonst zu kalt!) und haben sie Mini 1 und Mini 2 getauft (ich weiß, sehr kreativ). Außerdem haben sie ihnen schwimmen „beigebracht“ (können Enten schon ab der Geburt, aber die Jungs waren fest überzeugt, dass die Mini 1&2 nur rückwärts schwimmen können und waren ob des späteren Erfolges sehr begeistert).

Und ich sage euch, die zwei Küken sind so süß. Ich liebe Tierbabys :D

Beweisfotos sind in schlechter Qualität wie üblich, werden aber trotzdem angehängt.

Enten (1) Enten (2)

Süße Monster, diesmal gar nicht monsterhaft

Ich mache während der Pfingstferien Ferienbetreuung im Aktivspielhaus. Jetzt sind da zwei Kinder, Bruder & Schwester, die ich noch nicht kannte. Sie haben merkwürdige Namen, die ich hier natürlich nicht nennen kann; aber stellt euch mal vor sie hießen

Kevin Heinrich (8) und Hanna-Martha (6). Hanna-Martha wird auch immer Hanna-Martha gerufen, während Kevin Heinrich das Glück hat, nur Kevin gerufen zu werden.

Wie auch immer. Hanna-Martha hat beschlossen, dass sie mich mag. Sie guckt mich an, sagt, sinnierend, „Corinna… Jetzt weiß ich, wie du heißt… Ich mag dich!“

Okay, then.

Ich hasse einkaufen

Ich hab normalerweise wirklich gar nichts gegen Einkaufen – sei es shopping oder einfach nur Lebensmittel einkaufen. Wirklich. Ich kaufe gerne ein.

Der gestrige Tag hat mir das gründlich ausgetrieben. Ich bin erst 20 min durch die „Innenstadt“ (eine Straße, an der Geschäfte, Bank, Kino sind) gefahren bis ich endlich, weit ab vom Schuss einen Parkplatz fand. Mit dem Scheck zur Bank, 50€ vom Jugendwerkskonto abgehoben.

Danach weiter zu Dori, ich hab immer noch Fahrtkosten von Januar, die abgegeben werden müssen. Zwei Mal die Straße abgefahren, bis ich einen Parkplatz hatte.

Dann zum Lidl gefahren, wir brauchen neue Süßigkeiten für die Geschäftsstelle. Stand hinter einer Frau in der Schlange, die für mindestens drei Wochen eingekauft hat.

Dann zum Baumarkt, wir brauchen Kisten in die wir neue Liederbücher packen können (Feiert Jesus!4, übrigens, echt cool). Stand 10min an der Kasse, weil vor mir drei ältere Menschen mit Blumen waren + der Scanner von der Kassiererin nicht getan hat, die dementsprechen als ich dran war, sehr nahe am Nervenzusammenbruch war.

Ich war für diese vier Stationen zweieinhalb Stunden unterwegs. Das dauert sonst maximal eine Stunde. Ich war richtig genervt als ich wieder da war. Chef hat mir ob meiner Klage ein eher halbherziges Lob ausgesprochen.

Ich hasse einkaufen.

Und was sag ich da jetzt?

Gestern war ich wieder im Aktivspielhaus; allerdings war’s diesmal weniger lustig.

Einige der Kinder tragen sich auf der Anwesenheitsliste nicht mit einem Wohnort, sondern mit zweien ein. „Ja,“ sagt die Kleinste, „Stimmt doch auch! Ich wohne in AB und in XY!“

„Jetzt heiß ich Müller!“ sagt ihre ‚Schwester‘, „Aber ich hieß auch schon Maier, Schuster und Schulze!“ (*)

Guckt mich an und sagt: „Ja, ich war schon in ganz vielen Pflegefamilien.“

Ich wusste gar nicht so richtig, was ich jetzt sagen soll. Offensichtlich ist es ja für die kein großes, belastendes Thema – denn sonst hätten sie es mir, die sie gerade zwei Wochen kennen, nicht so erzählt – aber was sag ich da jetzt dazu? Ausquetschen will man die Kinder auch nicht, Desinteresse ist auch nicht richtig und nur ‚aha‘ ist auch scheiße.

Meine Gedanken sind den ganzen Abend darum gekreist – mir tun die Kinder so leid! Aber ich kenn die Pflegeeltern über diverse Ecken und weiß, die engagieren sich total für ihre Pflegekinder – sieht man auch daran, dass sie die da immer hin fahren – heißt da geht es ihnen auf jeden Fall gut! Aber trotzdem… Also manchmal, manchmal nimmt mich diese Arbeit schon ein bisschen mit.

* – alle Namen selbstverständlich geändert.

Dein Wort…

Mein Bruder hat am Sonntag Konfirmation, daher hab ich mich ans Basteln gemacht – ihr müsst wissen, wenn’s geht, gibt’s bei mir immer Kreativgeschenke der aller kreativsten Sorte ;)

Naja, so sieht’s jetzt jedenfalls aus:

Geschenk_Bruder

Da ihr’s wahrscheinlich nicht lesen könnt, hier die Transkription:

Thy word is a lamp unto my feet and a light unto my path

die englische Version seines Konfirmationsspruchs „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“ (Psalm 119).

Ich hoff mal, er freut sich… wünsche euch noch einen schönen Tag und ein erholsames Wochenende :)

Update: Er hat sich sehr gefreut :D Mein Vater fragte allerdings, was das für ne Sprache ist. *headdesk* (Er dachte es wäre irisch oder so, weil er das Wort „thy“ nicht kannte.)

1.Mai

Es war 1. Mai, das ist jetzt ziemlich genau zwei Tage her, und weil es nun mal der Tag der Arbeit ist, hab ich natürlich auch gearbeitet -.-

Beim Aufbaukurs war ich ja damals krankheitsbedingt nicht dabei, aber fürs Nachtreffen hats dann gereicht. Von Dienstag auf Mittwoch. Der Einkaufswagen-Man, der ja mit betreut hat, hatte den Aufbaukurslern letztes Mal versprochen, dass sie – wenn sie ihn denn schlafen lassen, also damals – beim Nachtreffen durchmachen dürfen. Vielen Dank.

Ich hab davon zwar nicht viel mitgekriegt, die Gold-Marie hat dafür aber nur zwei Stunden geschlafen, weil sie direkt nebenan schlief.

Immerhin trocken wars am 1.Mai, so dass wir draußen grillen konnten mit all den anderen Jugendwerklern, die rausgewandert kamen. Fast hätte ich sogar unseren BAK-Vorsitzenden beim Bezzerwizzer geschlagen, aber natürlich wieder nur fast. Er gewinnt immer.

Ich war gegen fünf wieder daheim und bin erschöpft ins Bett gefallen. Gestern dann aufräumen, abends Abschluss der Trainee-Gruppe mit Grillen. Heute Abend Jugendkreis, wo wir, Überraschung, Grillen!

Langsam hängt mir Grillen zum Hals raus.

Wie auch immer, ich wünsch euch noch einen schönen Tag und nen guten Start ins Wochenende. Ich freu mich auf jeden Fall schon drauf.