So…

Heute hat jemand meinen Blog gefunden über Google Image Search mit den Suchworten:

ich hasse meinen Chef

1. hab ich grad mal selber gegooglet, und hab keine Ahnung, wie dieser Mensch mit der Suche auf meinen Blog gekommen ist.

2. ist er hier falsch. Ich beschwere mich gerne und viel über meinen Chef, aber ich beschwere mich gerne und viel über so ziemlich alles :D Ich hasse meinen Chef nicht. Ich mag meinen Chef. Er ist chaotisch und verplant und manchmal schadenfroh, aber im Grunde doch ein lieber Kerl.

Nur, dass wir das hier mal festgehalten haben :)

Ich hasse einkaufen

Ich hab normalerweise wirklich gar nichts gegen Einkaufen – sei es shopping oder einfach nur Lebensmittel einkaufen. Wirklich. Ich kaufe gerne ein.

Der gestrige Tag hat mir das gründlich ausgetrieben. Ich bin erst 20 min durch die „Innenstadt“ (eine Straße, an der Geschäfte, Bank, Kino sind) gefahren bis ich endlich, weit ab vom Schuss einen Parkplatz fand. Mit dem Scheck zur Bank, 50€ vom Jugendwerkskonto abgehoben.

Danach weiter zu Dori, ich hab immer noch Fahrtkosten von Januar, die abgegeben werden müssen. Zwei Mal die Straße abgefahren, bis ich einen Parkplatz hatte.

Dann zum Lidl gefahren, wir brauchen neue Süßigkeiten für die Geschäftsstelle. Stand hinter einer Frau in der Schlange, die für mindestens drei Wochen eingekauft hat.

Dann zum Baumarkt, wir brauchen Kisten in die wir neue Liederbücher packen können (Feiert Jesus!4, übrigens, echt cool). Stand 10min an der Kasse, weil vor mir drei ältere Menschen mit Blumen waren + der Scanner von der Kassiererin nicht getan hat, die dementsprechen als ich dran war, sehr nahe am Nervenzusammenbruch war.

Ich war für diese vier Stationen zweieinhalb Stunden unterwegs. Das dauert sonst maximal eine Stunde. Ich war richtig genervt als ich wieder da war. Chef hat mir ob meiner Klage ein eher halbherziges Lob ausgesprochen.

Ich hasse einkaufen.

Dinge, von denen ich nie dachte…

…dass ich sie mal tun würde.

Heute: Einen Hulahoop-Reifen kaufen

(Chef: Wir brauchen einen Hulahoop-Reifen. Die billigste Variante die’s hat. Am besten in Kirchen-violett. Nur nicht pink. Oder mit Glitzer!)

und damit durch die Fußgängerzone, in ein Schreibwarengeschäft und zum DM gehen.

Anschließend aus dem Hulahoop-Reifen ein Schaubild für Vernetzungen im Kirchenbezirk basteln. Sieht jetzt so aus:

Hulahoop-Reifen

 

Hat Style, oder?

Kurzes Update

Nur falls sich jemand wundert – ich lebe noch ;)

Ich war zwei Wochen in Urlaub und hab daher einfach a) nichts Jugendwerk-liches zu berichten und b) im Nach-Urlaubs-Stress keine Zeit für einen Bericht über Amerikas schönen Süden ;)

Er folgt aber bald, inklusive Fotos. Und es folgt auch noch ein Bericht über unsere BOGY-Praktikantin, die morgen bei uns anfängt (Chef ist eigentlich bis Donnerstag in Urlaub, hatte aber vergessen irgendwem anders mitzuteilen, dass dieses Mädchen überhaupt auftauchen wird. Deshalb muss er jetzt morgen schon kommen).

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend… oder gute Nacht… oder, um mal wieder in meine dank jet-lag noch eigentliche Zeit umzurechnen: schönen Nachmittag noch :D

Chefs Erleuchtung

Rechtschreibung ist nicht des Chefs Stärke. Sie ist auch nicht völlig grottig, aber ich finde regelmäßig Fehler in Sachen, die er schrieb. Und immer wieder ist es bereits zu spät.

„Äh, Chef, willst du die Rechtschreibfehler wissen?“

– „Nein, will ich nicht, ist schon alles in x-facher Ausführung ausgedruckt!“

-.-

Ich jammere schon immer darüber, wie unprofessionell das aussieht, wenn wir Rechtschreibfehler in offiziellen Dokumenten haben. Meistens ignoriert er’s.

Aber heute, als es um eine Art Werbe-/Info-/Nachrichten-Flyer fürs Jugendwerk geht, passiert auf einmal das:

Chef: „Und am Freitag mach ich’s dann fertig, dann kannst du mal drüber gucken und Korrektur lesen, du hast da eh ein besseres Auge als ich.“

Mind = blown.

Der ganz normale Alltagswahnsinn

Weil ich nichts ganz Besonderes zu berichten habe, hier eine Erzählung vom ganz normalen Alltagswahnsinn.

Hab ich jemals erwähnt, dass wir einen Bürohund haben? Sie gehört meinem Chef und ist wirklich ein ganz liebes Tier. Freut sich immer wahnsinnig, wenn jemand kommt, auch und gerade, wenn es neue Leute sind. Besuch findet sie einfach klasse. Wenn Chef mittags mit ihr rausgeht, hüpft sie immer wie ein Flummi vor der Tür auf und ab. Wirklich putzig.

Gestern war ein Paketbote da, ein Herr mit Migrationshintergrund, der der deutschen Sprache noch nicht ausreichend mächtig war und sich auch nicht wirklich sicher war, bei uns richtig zu sein. Er war richtig.
Naja, als ich ihm gerade erklärte, ja, wir seien das Evangelische Jugendwerk Bezirk XY, bemerkte Chefs Hund den Gast, rannte ausm Büro auf ihn zu und steckte ihm die Schnauze zwischen die Beine. Das macht sie gern. Er kann noch froh sein, dass sie sich nicht auf seinen Fuß gesetzt hat. Er war doch recht verdattert und ich musste sie von ihm wegzerren, Chef hatte das Verschwinden seines Hundes ja nicht bemerkt, oder es hat ihn vielleicht auch nicht groß gekümmert. Kann ich ihm nicht übel nehmen, sie läuft ja auch sonst immer frei im Büro rum, obwohl sie sich bei Chef schon am Wohlsten fühlt.

Heute hatten wir eine ähnliche Situation. Lautstarkes Piepen, da hat jemand unten am Haus geklingelt. Ich will den Hörer abnehmen, wem-auch-immer sagen, dass wir im ersten Stock sind, aber es piept einfach weiter, mir direkt ins Ohr in diesem furchtbaren, lauten Ton. Nach 20 Sekunden hört es endlich auf, auf meine Aussage, wo wir zu finden sind, krieg ich keine Antwort.

Chefs Hund steht mittlerweile schon mit wedelndem Schwanz vor der Tür und wartet. Starrt dabei aber mich an, als ob sie fragen will, warum wer-auch-immer denn noch nicht da ist.
Ich öffne die Tür und es erscheint ein Herr vom Gebäudereinigungsservice in Begleitung der neuen Putzfrau – äh – Reinigungskraft. Die wollten nur schnell sehen, wo was ist, aber Chefs Hund hat sie gleich überfallen. Nur mit Mühe bekam ich sie überhaupt zurück ins Büro. Chef war derweil am telefonieren.

Außerdem hat er sich heute, nachdem ich gestern in studenlanger Arbeit Flipchart-Papiere zusammengeklebt und bemalt hatte, überlegt, dass er den Fragebogen darauf doch in einer anderen Reihenfolge haben will. Ausschneiden und neu zusammenkleben, also… Aber er darf gerade ein bisschen verpeilt sein, er ist ja auch ein bisschen krank.

Nachdem dieser Morgen geschafft war, ich heute nachmittag zum KU3-Unterricht, Vorbereitung des Gottesdienstes am Sonntag mit den Kindern. 10 Minuten versucht, den Sohn einer Tischmutter zu überreden, auch einen Satz vorzulesen, so wie alle anderen Kinder auch. Selbst die Androhung der Mutter „dann darfst du auch auf den Ausflug nicht mit“ konnte ihn nicht dazu bewegen, mit nach vorne zu gehen. Dafür darf ich am Sonntag die Einsetzungsworte zum Abendmahl sprechen. Und Fürbitten.

Nebenbei fahr ich auch immer wieder zur Werkstatt, weil mir eine Bekannte letzten Freitag beim Ausparken ins Auto gefahren ist und sich Informationen (Fahrzeughalter, Versicherung…) nur einzeln aus der Nase ziehen lässt. Wahrscheinlich muss der ganze Kotflügel ausgetauscht werden.

Tja, so ist er nun mal, der Alltagswahnsinn. Ich wünsch euch einen wunderschönen Tag :)

Es passt nicht alles in den Einkaufswagen!

Diesen Mittwoch war ich einkaufen. Dieses Wochenende ist nämlich Gruppenleiter-Schulung unseres Jugendwerks, genauer gesagt, es ist Aufbaukurs. Und weil man ja dann von Freitag bis Montag (eingeschneit) in unserem Freizeithaus festsitzt, muss man vorher auch eine Menge einkaufen.

Ich war also mit einem anderen Mitarbeiter einkaufen. Zunächst mal beim Aldi. Leider hatte ich nur einen Chip für den Einkaufswagen, und keiner von uns einen Euro (wie passiert sowas?), dementsprechend hatten wir nur diesen einen Einkaufswagen. Den haben wir dann (eher unkoordiniert, je nachdem was einem gerade ins Auge fiel, was auf der Liste sein könnte) bis obenhin vollgepackt und sind zur Kasse. Es war natürlich auch nur diese eine Kasse offen und sicher haben sich die hinter uns sehr gefreut. Wir haben dann natürlich auch noch bar bezahlt, die arme Verkäuferin hat schon ganz leidend geguckt. Aber es hilft ja nichts.

Wir haben also versucht, das ganze Zeug halbwegs sicher ins Auto zu kriegen (Kisten hatten wir leider auch keine) und sind mit dem nunmehr wieder leeren Einkaufswagen zurück in den Aldi. Haben ihn wieder komplett voll gepackt und haben uns wieder an der selben Kasse bei der selben leidenden Verkäuferin angestellt. Sie hat uns schon ziemlich blöd angeguckt.

Danach sind wir zum Rewe und haben versucht, „Mini-Würstchen“ zu kriegen, die mein Chef unbedingt beim Raclette essen will. Wir wussten leider beide nicht, was er genau meint und haben entschieden, es einfach ihn selbst kaufen zu lassen. Das hat er jetzt davon.

Als wir dann endlich alles hatten, sind wir natürlich los zum Haus, um alles schon mal in der Küche zu verstauen. Ich bin durchs ganze Haus gegangen und hab überall die Heizungen aufgedreht. In einem der Räume hab ich’s schon wieder rascheln gehört. Das heißt, die Mäuse sind wieder da.

Und wenn ihr euch jetzt fragt, warum zum Teufel ich Zeit hab, euch das alles zu erzählen, wenn ich eigentlich auf besagtem Kurs sein sollte – ich bin krank und konnte nach all den Mühen (ich hab auch alles sonst noch gepackt) nicht mitfahren. That sucks.

Ich hoffe, euch geht’s besser als mir und wünsche euch noch einen wunderschönen Tag :)

Wenn der Post die Briefmarken ausgehen…

Es ist so, dass ich vom Geschäft aus quasi andauernd zur Post renne. Neulich hab ich für den Kirchenbezirk für über 60€ einen Brief nach Tansania geschickt, per Express-Sendung oder so was in der Art. Ein anderes Mal kam ich mit über 50 Din-A4-Briefumschlägen, für die wir natürlich keine Briefmarken hatten. Der Post-Mensch kennt mich schon. Er ist sehr nett. Die 50 Umschläge hat er für mich frankiert.

Das ist aber nicht der Punkt.

Seit dem 01. Januar ist das Porto höher – nämlich jetzt 58 Cent statt 55. Und natürlich haben wir auch noch circa 250 55-Cent-Briefmarken im Geschäft liegen. Ich will natürlich nicht für jeden einzelnen Brief zur Post, also hab ich beschlossen mit unserer Post-Karte gleich mal 200 3-Cent-Briefmarken zu kaufen.

Ain’t it just beautiful?

Naja, jedenfalls war ich bei der Post, und die Frau vor mir am Schalter wollte nur 25 dieser Marken kaufen. Aber, und das ist was mich so unendlich aufregt:

SIE HABEN MOMENTAN KEINE BRIEFMARKEN MEHR – VIELLEICHT MORGEN WIEDER. ODER ÜBERMORGEN.

Genial, oder? Vor allem stand ich da, mit 20 Briefen, bereits beklebt mit 55-Cent-Marken – und was nun? Der Post-Mensch hat irgendwas gedeixelt und mir die Briefe abgenommen; aber mit der Post-Karte konnte ich aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund nicht bezahlen. Ich hab also 42 Cent ausgelegt. Gut, dass es in diesem Fall nicht die 60€-Express-Sendung war.

Das ist die Post wie sie leibt und lebt – no offense – völlig planlos. Ist doch klar, dass jetzt ganz viele Leute viele 3-Cent-Marken brauchen, oder? Hinter mir gab’s auch gleich eine Riesenschlange mit lauter Menschen, die je nur einen einzigen Brief in der Hand hielten, fertig frankiert mit ihrer 55-Cent-Marke… Das war bestimmt ein schöner Nachmittag für den Post-Menschen.

Nächste Woche werde ich also versuchen, die Marken käuflich zu erwerben, sofern sie da noch nicht ausverkauft sind. Mein Chef hat mich ausgelacht. Er hat da schon eine gewisse Schadenfreude; das selbe Grinsen, dass er auch immer aufsetzt, wenn er irgendeine besonders dumme Arbeit für mich gefunden hat. Aber dazu vielleicht ein andern Mal mehr.

Ich wünsch euch noch einen wunderschönen Abend! :)