Ich hasse einkaufen

Ich hab normalerweise wirklich gar nichts gegen Einkaufen – sei es shopping oder einfach nur Lebensmittel einkaufen. Wirklich. Ich kaufe gerne ein.

Der gestrige Tag hat mir das gründlich ausgetrieben. Ich bin erst 20 min durch die „Innenstadt“ (eine Straße, an der Geschäfte, Bank, Kino sind) gefahren bis ich endlich, weit ab vom Schuss einen Parkplatz fand. Mit dem Scheck zur Bank, 50€ vom Jugendwerkskonto abgehoben.

Danach weiter zu Dori, ich hab immer noch Fahrtkosten von Januar, die abgegeben werden müssen. Zwei Mal die Straße abgefahren, bis ich einen Parkplatz hatte.

Dann zum Lidl gefahren, wir brauchen neue Süßigkeiten für die Geschäftsstelle. Stand hinter einer Frau in der Schlange, die für mindestens drei Wochen eingekauft hat.

Dann zum Baumarkt, wir brauchen Kisten in die wir neue Liederbücher packen können (Feiert Jesus!4, übrigens, echt cool). Stand 10min an der Kasse, weil vor mir drei ältere Menschen mit Blumen waren + der Scanner von der Kassiererin nicht getan hat, die dementsprechen als ich dran war, sehr nahe am Nervenzusammenbruch war.

Ich war für diese vier Stationen zweieinhalb Stunden unterwegs. Das dauert sonst maximal eine Stunde. Ich war richtig genervt als ich wieder da war. Chef hat mir ob meiner Klage ein eher halbherziges Lob ausgesprochen.

Ich hasse einkaufen.

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Der orange Mini

Ich war gestern endlich bei Dori, um mich wegen des Kilometergelds zu erkundigen. Sie war bloß verwirrt und hat vergessen, dass sie mir schon lange gesagt hatte, ab wo sie mir die Kilometer zahlen… never mind.

Ich bin jedenfalls auf dem Weg zu ihr. Es schneit, logisch, und ich fahr natürlich auch ein bisschen langsamer und vorsichtiger als ich das normal tun würde. Seit ich aber auf der Bundesstraße bin, häng ich hinter nem Mini. Ein oranger Mini, falls ihr euch wundert.

Der schleicht mit ein bisschen mehr als 50 über die Bundesstraße, vielleicht waren es auch knappe 60, jedenfalls aber zu langsam. 70 kann man auf der Straße auch bei diesen Wetterverhältnissen locker fahren. Er fährt auch ab, wo ich abfahren muss, schleicht mit 20 über die Abfahrt, hält, als er abbiegt, obwohl niemand kommt. Fährt auf der Kreisstraße weiter mit 50.

Dann kommen wir in den Ort, der Mini natürlich immer noch vor mir. Er schleicht sowieso (inzwischen bei 40), doch dann bremst er plötzlich, ihm kommt offensichtlich jemand entgegen. Ich denke: Was ist los? Kommt da jetzt ein Riesenbus oder ein Laster oder was?

Es. War. Ein. Smart.

Denkt drüber nach. Ein Smart. Stellt es euch schön vor, lasst es richtig tief einsinken. Genau.

Ich hab mich so aufgeregt! Dieses Autole hätte da bestimmt nochmal dazwischen gepasst! DA MUSS ICH DOCH NICHT BREMSEN, VERDAMMT! WTF?

Danach bin ich bei nem Kreisel den orangenen Mini endlich los geworden. Aber es ärgert mich noch heute.

In diesem Sinne bin ich froh, dass ich zur Konfifreizeit nicht selbst fahren muss. Ich wünsch euch allen einen wunderschönen Tag und keine orangenen Minis auf eurer Fahrbahn.

Dori

Was man wissen muss für die folgende Geschichte ist

1) ich fahre unheimlich viel hin und her, von einem Ort zum anderen, sowieso jeden Tag ins Geschäft und dann weiter in die eigentliche Gemeinde und andere Orte, die mitzahlen für die Stelle. Deshalb krieg ich Kilometergeld. Allerdings nur vom Büro aus, was passender Weise nicht in der oben genannten Gemeinde liegt.

2) ich soll mitfahren auf Konfirmandenfreizeit. Die nächstes Wochenende ist.

So… ich schau also mal auf den letzten Kontoauszug. Kein Kilometergeld da, obwohl ich die Kilometer schon im Dezember eingereicht hab. Scheiße. Außerdem hab ich von der Freizeit noch nichts gehört abgesehen vom groben Termin.

Ich muss mich also erkundigen und schreibe der Pfarramtssekretärin – nennen wir sie mal Dori – meine diversen Fragen.

1) Ich hatte ursprünglich mal extra bei Dori angerufen, weil ich wissen wollte, was ich denn für Kilometerstände eintragen soll, wenn ich gar nicht vom Büro aus fahre, sondern von daheim? Ja, hat sie mir erklärt, ich soll schon die richtigen Kilometerstände eintragen, sie rechnet das dann aus. Ich also: wunderbar, machen wir so.

Und da krieg ich die Antwort: Geld hätte sie überwiesen, nächstes Mal soll ich doch bitte ab dem Büro eintragen, nicht vom Wohnort. HÄ???? Das ist der Grund, dass sie Dori heißt. Sie ist völlig konfus und vergisst offensichtlich öfter mal was.

I loved that movie :) 

Vor allem, ich kann ja nicht einfach irgendwelche Kilometerstände eintragen. Das ist Urkundenfälschung. Das werd‘ ich ganz sicher nicht machen!

2) erklärt Dori mir, eine Mitarbeiterin habe mich ja gefragt, ob ich auf die Freizeit mitgehe, sie fühlt sich daher nicht in der Verantwortung mir irgendetwas darüber mitzuteilen. Sie glaubte außerdem, dass ich schon alles wüsste. Mein offensichtliches Unwissen war Dori völlig egal, ich weiß bis jetzt nicht, wann ich denn nun wo sein muss. NÄCHSTE WOCHE.

Ich war so verärgert – das war nicht das einzige Problem an dem Tag – dass ich’s nicht mal fertig gebracht hab, Dori eine Antwort zu schicken die „WTF?“ in eloquentere Sätze packt. Stattdessen werde ich ihr glaube ich mal einen kurzen Besuch abstatten und  versuchen, ihr ihre bescheuerte Mail nicht um die Ohren zu schlagen. Dori ist nämlich nicht zum ersten Mal so verwirrt – sie vergisst mich andauernd bei irgendwelchen Mitarbeiter-Einladungen u.ä.

Also werde ich mal jene Mitarbeiterin/Freundin von mir fragen, ob wenigstens sie bereit ist, ihre Informationen mit mir zu teilen, oder ob sie auch findet, dass die topsecret sind.

Die Briefmarken hab ich übrigens immer noch nicht.

In diesem Sinne wünsch ich euch noch einen schönen Tag :)