Der Kern der Sache

Seit gestern Abend bin ich vom Trainee-Wochenende wieder da. Um das klar zu stellen, Trainee ist eine Gruppe zur Jugendleiterausbildung, so wie unser Grundkurs, nur eben über ein Dreivierteljahr, ungefähr.

Thema war Glaube&Andachten. Hat auch alles ganz gut geklappt, wir haben viel Spaß miteinander gehabt; den Freitag Abend stundenlang Rätselspiele gespielt (Corinna, weißt du noch eins? Hast du noch eins? Eins, noch? Bitte? Ja, hat die gute FSJlerin natürlich noch in ihrem Repertoire ;) ). Dann war das Thema Andachten. Irgendwie hatte noch kaum einer von denen eine Andacht gehört und sie wussten nicht so richtig, was sie mit ihren Bibeltexten jetzt machen sollen. So kam beim Vortrag dann auch jedes Mal der Satz: „Also, meine Kernaussage ist…“
An alle, die eine Andacht halten wollen/sollen/müssen: Lasst diesen Satz weg; er ist weder schön noch notwendig. Einfach erzählen, worum es geht… Aber fürs erste Mal haben sie es sonst echt gut gemacht, in diesem Sinne: Respekt! 

Essen hat auch gut geklappt, auch wenn wir fast ein bisschen zu viel hatten (was soll’s, so hab ich immerhin 4 Äpfel und eine Packung Spaghetti geschenkt gekriegt). Ich war dabei auch mal wieder einkaufen – allerdings hat dieses Mal der Einkaufswagen locker gereicht; auch wenn mich die Leute ein bisschen komisch angeguckt haben, als ich 9 Packungen Maultaschen eingeladen habe.

Es war wirklich nett, ohne besondere (schlimme) Vorfälle. Das Gefährlichste, was wir hatten war die Riesenspinne im Schrank ;-)

In diesem Sinne, noch einen schönen Rest-Sonntag :)

Verletzungsgefahr

Ich hab schon wieder lange nichts gepostet. Das liegt daran, dass ich nicht auf Seminar war, sondern schon wieder krank im Bett lag -.-

Es ist also nur folgerichtig, wenn ich meinen neuen Eintrag den Krankheiten und Verletzungen widme. Wenn ich so überlege, was ich schon mitbekommen habe auf den Paar Freizeiten/Schulung usw wo ich bis jetzt dabei war, frage ich mich immer, warum sich das eigentlich so häuft? Da waren schon mehr Leute krank und verletzt als auf allen meinen Schulfahrten zusammen!

Es fing schon mit der Kinderfreizeit letzten Sommer an. Da hatten wir ein Mädchen, dass sich Farbe ins Gesicht geschmiert hatte und darauf allergisch reagierte (Arztbesuch Nr 1 für das Mädchen) und später meine ich Magenschmerzen und Übelkeit bekommen hatte – oder zumindest so was in der Art (Arztbesuch Nr 2 für Mädchen und das am Bunten Abend – die Mitarbeiterin, die mitgefahren ist, war total begeistert). Dann hatten wir da außerdem einen Jungen, der mehrere Tage nicht laufen konnte, oder zumindest so getan hat, als könnte er nicht richtig laufen, und stattdessen sein Bein an der Hose hochgezogen und bewegt hat…

Auf der Konfifreizeit ist ein Mädchen früher heimgefahren, weil sie auch irgendwas mit dem Magen hatte und es absolut nicht mehr aushielt…

Wie ich höre, musste auf dem Aufbaukurs wieder jemand krankheitsbedingt früher gehen und ich war gar nicht erst dabei…

Das alles wurde allerdings vom Grundkurs im Oktober eindeutig getoppt  Es hatte ja fürchterlich geschneit, alles weiß. Es ging um die Einheit „Geschichten erleben“ und wir hatten die Zachäus-Geschichte. Die Teilnehmer mussten draußen im Schnee einige Sachen abgeben, um zu sehen, wie das ist, wenn man was hergeben muss oder so ähnlich. Einer jedenfalls musste seine Schuhe abgeben. Rannte ins Haus, rutschte, wollte sich an der Glastür festhalten und schlug voll mit der Hand durch.
Es war wie im Horrorfilm, wir hatten das Blut sogar an der Decke – und natürlich draußen im Schnee, denn er kam schreiend wieder raus gerannt. Notarzt und Krankenwagen, er hatte sich eine Ader angerissen… was war ich froh, dass da erfahrene Mitarbeiter dabei waren, ich wäre heillos überfordert gewesen!

Ziehen wir das nur so an, oder ist das ganz normal?

Warum bin ich so fröhlich…

Ui, jetzt hab ich aber lang nichts mehr geschrieben, huh? Dabei muss ich ja noch von der Konfifreizeit letztes Wochenende berichten.

Wir waren auf Burg Steinegg, was tatsächlich eine Burg ist, etwa so:

Ich und meine Mitarbeiterin/Freundin haben die Küche übernommen. Ich werde sie fortan die Gold-Marie nennen, weil sie einfach alles macht, Jugendkreise, Jungschar, BAK, alles… fleißig, fleißig :)

Also, jedenfalls haben wir die Küche gemacht. Und dabei kommt man ja aus der Arbeit nicht mehr raus. Du kochst, dann wäscht du alles ab und putzt und dann fängst du eigentlich mit dem kochen wieder an.

Immerhin hatte ich die Boxen vom Jugendwerk dabei, dementsprechend konnten wir die Musik aufdrehen. Es war vor allem Musical-Musik und Wise Guys, weil – naja, weil die Gold-Marie das auf ihrem Handy hat und ich wirklich alles andere als ein Problem damit hab. Die Konfis, die mit abspülen sollten, sahen das ein bisschen anders, aber deren Musik war nun wirklich auch nicht besser (der, der sich am meisten beschwert hat, hat vorgeschlagen „König der Löwen“ zu hören. Wieso ist das besser als Rebecca oder Elisabeth?)

Man wird allerdings echt zum Arsch in der Küche. Zumindest ich kann die Unfähigkeit, auch nur ein Lappen aus der Küche zu holen und jenen dann auch wieder aufzuräumen, nicht tolerieren und damit hört’s ja nicht auf. Egal. Jedenfalls wird man echt gemein.

Was man besonders gut daran sieht, wie wir die Konfis am Sonntag Morgen geweckt haben. Am Abend davor kam uns die herrliche Idee und wir haben gleich eine Playlist erstellt. Kinderserien-Musik. Angefangen mit „Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich“, was sich nach jedem Lied wiederholte. Wir hatten „Sendung mit der Maus“, „Caillou“, „Wickie,“ „Pumuckl“, was meiner Meinung nach besonders gemein, weil laut, war.

Alfred J. Kwak

Oh, sie haben uns gehasst. Die Mädels kamen wenigstens noch und haben gefragt, ob wir’s nicht vielleicht ausmachen könnten (Nein? Wir wollen euch wecken!). Die Jungs waren nicht so nett: „Ey, ihr habt doch nen Schaden! Macht den Scheiß aus! Hier wollen noch welche schlafen!“

Es war wunderbar. Wirklich. Es war richtig schön.

Die Gold-Marie war mit ihrem Auto gefahren und hatte mich mitgenommen und bevor wir auch nur das Frühstück hingerichtet haben, wollten wir am Sonntag unsere Taschen da rein packen, damit sie nicht im Weg sind. Wart ihr am Sonntag draußen? Es war glatt. Und wenn ich sage glatt, meine ich spiegelglatt, so dass man schon im Stehen rutschte. Ich weiß immer noch nicht, wie wir eigentlich wieder rein gekommen sind. Vor allem war dann auch noch das Streusalz weggeschlossen. Ich war richtig froh, dass wir heil wieder daheim angekommen sind.

Ich war richtig fertig und hab den Montag erstmal frei gemacht xD Es war echt anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht, weil’s mit der Gold-Marie in der Küche und mit den anderen Mitarbeitern echt lustig war. Und die Konfis haben sich doch eigentlich auch ganz gut benommen.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Rest-Sonntag!

Dori

Was man wissen muss für die folgende Geschichte ist

1) ich fahre unheimlich viel hin und her, von einem Ort zum anderen, sowieso jeden Tag ins Geschäft und dann weiter in die eigentliche Gemeinde und andere Orte, die mitzahlen für die Stelle. Deshalb krieg ich Kilometergeld. Allerdings nur vom Büro aus, was passender Weise nicht in der oben genannten Gemeinde liegt.

2) ich soll mitfahren auf Konfirmandenfreizeit. Die nächstes Wochenende ist.

So… ich schau also mal auf den letzten Kontoauszug. Kein Kilometergeld da, obwohl ich die Kilometer schon im Dezember eingereicht hab. Scheiße. Außerdem hab ich von der Freizeit noch nichts gehört abgesehen vom groben Termin.

Ich muss mich also erkundigen und schreibe der Pfarramtssekretärin – nennen wir sie mal Dori – meine diversen Fragen.

1) Ich hatte ursprünglich mal extra bei Dori angerufen, weil ich wissen wollte, was ich denn für Kilometerstände eintragen soll, wenn ich gar nicht vom Büro aus fahre, sondern von daheim? Ja, hat sie mir erklärt, ich soll schon die richtigen Kilometerstände eintragen, sie rechnet das dann aus. Ich also: wunderbar, machen wir so.

Und da krieg ich die Antwort: Geld hätte sie überwiesen, nächstes Mal soll ich doch bitte ab dem Büro eintragen, nicht vom Wohnort. HÄ???? Das ist der Grund, dass sie Dori heißt. Sie ist völlig konfus und vergisst offensichtlich öfter mal was.

I loved that movie :) 

Vor allem, ich kann ja nicht einfach irgendwelche Kilometerstände eintragen. Das ist Urkundenfälschung. Das werd‘ ich ganz sicher nicht machen!

2) erklärt Dori mir, eine Mitarbeiterin habe mich ja gefragt, ob ich auf die Freizeit mitgehe, sie fühlt sich daher nicht in der Verantwortung mir irgendetwas darüber mitzuteilen. Sie glaubte außerdem, dass ich schon alles wüsste. Mein offensichtliches Unwissen war Dori völlig egal, ich weiß bis jetzt nicht, wann ich denn nun wo sein muss. NÄCHSTE WOCHE.

Ich war so verärgert – das war nicht das einzige Problem an dem Tag – dass ich’s nicht mal fertig gebracht hab, Dori eine Antwort zu schicken die „WTF?“ in eloquentere Sätze packt. Stattdessen werde ich ihr glaube ich mal einen kurzen Besuch abstatten und  versuchen, ihr ihre bescheuerte Mail nicht um die Ohren zu schlagen. Dori ist nämlich nicht zum ersten Mal so verwirrt – sie vergisst mich andauernd bei irgendwelchen Mitarbeiter-Einladungen u.ä.

Also werde ich mal jene Mitarbeiterin/Freundin von mir fragen, ob wenigstens sie bereit ist, ihre Informationen mit mir zu teilen, oder ob sie auch findet, dass die topsecret sind.

Die Briefmarken hab ich übrigens immer noch nicht.

In diesem Sinne wünsch ich euch noch einen schönen Tag :)