250%, oder was sich manche Leute denken

Wie bekannt war ich ja in Wien und habe dort regelmäßig Flugblätter zur „Evangelisation“ in die Hand gedrückt bekommen.

Natürlich sind das nie die Gruppen, die eher liberal an das Ganze herangehen, nein, es sind die 250%-igen, die einen da von ihrem Glauben überzeugen wollen.

Kostproben?

Ein Flugblatt erklärte, man soll unbedingt erst ab dem 20sten Lebensjahr Alkohol trinken. Das soll mir mal einer erklären, ganz ehrlich, warum Gott will, dass wir mit 19 keinen Alkohol trinken, aber wenn ich 20 werde, ist’s okay.

Sex vor der Ehe, auch äußerst verpönt.

Eltern beweisen Kinder ihren Liebe indem „sie sie in Zucht nehmen“. Und Kinder sollen bitte auch tun, was „der Stifter der Familie […] gebietet“. Die Frau ist „Gehilfin“ des Mannes und unterstützt ihn bei seinen schweren Aufgaben. Steht natürlich alles in der Bibel. Man muss nur geschickt zitieren.

Wirklich, manche Leute… fehlt nur noch, dass sie sagen, Gott habe die Dinosaurierknochen vergraben, um uns zu verwirren. Evolution ist eine Lüge.

Und wenn ich den Schrott glaube – ja, dann komm ich natürlich ins Himmelreich. Mehr gehört nicht dazu.

Our God is an awesome God

Meine Andacht von diesem Freitag, die, wie ich finde, ganz gelungen war und die ich deshalb  mit euch teilen möchte.

„Our God is an awesome God“ ist ein Lied von Rich Mullins und ein sehr beliebtes und oft gesungenes Lied. Er selber hielt das Lied für eines seiner Schwächeren. Es ist auch nicht sonderlich kunstvoll, mit Metaphern ausgestattet oder mit großen Worten.

Aber es ist sehr klar und sehr ehrlich in seiner Aussage: Our God is an awesome God. Unser Gott ist ein toller Typ.

Mir kommt das Lied in letzter Zeit öfters mal in den Sinn, bei ganz kleinen Dingen. Neulich zum Beispiel sah ich den Sonnenuntergang – der ganze Himmel war blutrot. Ich war Gott richtig dankbar, dass ich das sehen durfte und dass es das überhaupt gibt.

Aber das sind wie gesagt nur kleine Dinge. Das allertollste ist, dass Gott seinen eigenen Sohn zu uns geschickt hat. Und Jesus kommt freiwillig zu uns, von der Herrlichkeit bei Gott auf die Erde – das war sicher nicht ganz angenehm. Und dennoch, er kommt, er scheut weder Folter noch Hinrichtung. Jesus stirbt für uns.

Für uns.

Wenn das nicht die allertollste Sache, die jemals einer gemacht hat, dann weiß ich’s auch nicht.

Daran sollten wir uns öfters mal erinnern und dann können wir auch kleine Dinge sehen und denken: Unser Gott ist schon ein toller Typ.

In diesem Sinne, hier das Lied:

Er redet vorher noch ein bisschen ;) Das eigentliche Lied fängt an 1:05.

Ich wünsch euch noch einen wunderschönen Tag :)