Update

Zu Allererst: entschuldigt das lange Schweigen. Seit Weihnachten hab ich hier nichts mehr geschrieben… Es war eine Mischung aus Faulheit und dem Leben, das halt einfach nebenbei stattfindet ;)

Jetzt mal im Ernst, ich hab einige Klausuren geschrieben (Römische und Deutsche Rechtsgeschichte, wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ich sie beide bestanden habe, wie gut ist wiederum eine andere Frage) und irgendwie stand der Blog da nicht auf meiner Prioritätenliste.

Die guten News sind: ich studiere immer noch (da von den 600 Anfänger inzwischen rund 200 aufgehört haben ist das ein +) und es macht auch immer noch Spaß – zumindest in großen Teilen. Die Staatsrecht-Vorlesung ist nach wie vor unerträglich langweilig.

Außerdem hab ich Neuigkeiten bzgl. der Jugendarbeit: ich mach jetzt Kinderkirche! Nicht in der Gemeinde bei mir um die Ecke (die waren irgendwie merkwürdig), sondern im nächsten Stadtteil, ich fahre um die zehn Minuten. Das ist aber nicht weiter schlimm, schließlich bin ich letztes Jahr regelmäßig wesentlich weiter gefahren. Im April muss ich das erste Mal allein ran – Tempelreinigung ist Thema. (Und nein, auch wenn die das regelmäßig so machen, werd‘ ich nicht einfach die Geschichte aus der Kinderbibel vorlesen. Das langweilt sowohl mich als auch die Kids.)

Jetzt, wo ich über die Semesterferien zuhause bin, werd‘ ich außerdem bald mal im Jugendwerk vorbeifahren, Chef, diesem Typen und der neuen Jugendreferentin Hallo sagen. Außerdem sollen die mir bitte mein Trainee und den Grundkurs bestätigen, damit ich endlich mal Juleica beantragen kann – das konnte ich das ganze letzte Jahr nicht, weil FSJ nicht ehrenamtlich ist, von wegen Entlohnung und so  -.-

Und vielleicht schaff ich’s ja auch, diesen Blog mal ein wenig regelmäßiger zu führen – das große Schweigen ist schließlich auch nicht der Sinn des Ganzen :)

Bis dahin wünsch ich euch jedenfalls eine gute Zeit und auf bald!

Fazit vom Fazit

Mein FSJ ist vorbei – und obwohl da noch einige Artikel in der Warteschlange stehen, damit die Zeit überbrückt wird, bis ich wieder was zu berichten hab, muss ich mal Fazit ziehen.

Fängt man eher mit dem negativen oder mit dem positiven an? Ich fang mal mit dem Negativen an, denn die Liste ist glaube ich kürzer.

– Seminare. Oh, ich hab Seminare gehasst. Sinnlos und langweilig und außerdem noch ne blöde Gruppe (nur Mädchen. Das ist Zickenkrieg doch quasi vorprogrammiert…)

– der Typ, der den Jugendkreis geleitet hat. Mann, der hat Probleme. Aber das will ich jetzt hier nicht ausbreiten.

– all die blöden Arbeiten, die mein Chef an mich abgeschoben hat, nicht, weil er keine Zeit dafür hat, sondern bloß, weil er keinen Bock hatte.

Aber das ist glaube ich schon alles, was irgendwie signifikant negativ war. Oh, und, dass nach einem halben Jahr die Kirchengemeinde gesagt hat, sie könnte mein Gehalt nicht mehr zahlen und ich dann betteln musste, dass der Kirchenbezirk stattdessen zahlt – aber das hat sich ja dann geregelt.

Womit wir zum Positivem kommen:

+ viele neue Leute, die mich sofort und ohne Probleme voll aufgenommen haben. Ehrlich, noch in keinem Kurs, Verein, Klasse hab ich je erlebt, dass ich so einfach akzeptiert wurde. Ich habe immer noch die Theorie, dass das einfach Jugendwerk ist.

+ die Kinder. Ich vermisse viele meiner Kids jetzt schon schmerzlich! Auch wenn sie manchmal anstrengend, nervig, frech sind… Kinder sind so dankbar; man merkt, dass man gebraucht wird. Und es gibt nichts besseres als ein Kind, dass beim Abendabschluss kommt, weil es kuscheln will. Oder dich einfach so mal kurz drückt.  Oder sagt: „Corinna, ich mag dich.“

+ Kollegen. Ob das nun Chef war, oder die Sekretärin oder noch dieser Typ, im Großen und Ganzen war Arbeiten dort echt angenehm.

+ Fachtage. Im Gegensatz zu den Seminaren waren die sinnvoll und es war ne super Gruppe – nochmal, das ist glaub einfach Jugendwerk.

+ neuer Bezug zu Gott + Glauben. Echt, davor konnte ich glaub‘ ich an einer Hand abzählen, wie oft ich im Jahr in die Kirche gegangen bin – und allein gebetet? Hab ich kaum. Da hat sich wirklich was verändert und es ist so, wie es jetzt ist, viel besser.

+ ich glaub, dass ich gelernt hab, auch einfach mal zu machen, statt bei jedem Schritt nachzufragen, ob’s auch wirklich so sein soll, und sich auch mal drauf zu verlassen, dass ich’s schon hinkriegen werd‘.

Ich kann jedem, der es überlegt, wirklich empfehlen ein FSJ zu machen. Es war einfach ein super Jahr und ich bin richtig froh, dass ich meine Stelle gefunden hab!

Wie es gerade ist

Nun bin ich schon lange wieder da von der Freizeit und habe trotzdem noch nichts weiter hier geschrieben.

Es ist schräg, jetzt, nicht mehr jeden Tag ins Jugendwerk zu müssen; ich war neulich da, um für das Großevent, bei dem ich jetzt ehrenamtlich mitarbeite, meine Materialien einzupacken… und war verblüfft. Die Küche war aufgeräumt, das haben wir im ganzen letzten Jahr nicht geschafft.

Wir haben auch eine neue Jugendreferentin, die leicht überrascht war, als ich ganz natürlich anfing, die T-Shirt-Bemalfarben aus dem Schrank zu ziehen.

Dabei hatte sie mich und meinen Kumpel, der früher FSJler hier war, schon beim Freizeitmaterial in die Garage einräumen überrascht.

„Äh – was macht ihr in unserer Garage?“
„Wir räumen das Freizeitzeug wieder auf?“
„Aha.“
„Wir kommen gerade von der Freizeit.“
„Dann räumt ihr auch alles wieder da hin wo-“
„Ja, ja, wir wissen bescheid. Sind beides Ex-FSJler.“
(Gesicht hellt sich auf) „Ach so, ja dann…“

Naja, also jedenfalls ist es merkwürdig, ich bin meinen Schlüssel los, ich hab das Passwort für meine Mail-Adresse geändert… Unfassbar, dass schon ein ganzes Jahr vorbei ist.

So, jedenfalls, ist es gerade.

Kinderfreizeit Post III

Morgen schon kehren wir zurück – wir haben’s also fast geschafft. Ein bisschen verging die Zeit wie im Flug. Mein FSJ ist offiziell seit dem 01.09. vorbei – das alles jetzt also ehrenamtlich? Ist ein komisches Gefühl, irgendwie, sich das hier freiwillig zu geben… aber es macht Spaß!

Naja, wenn man nicht gerade das tausendste Mal einer 9-jährigen erklärt, dass es nicht „unfair“ vom Boden war, dass sie darauf ausgerutscht ist, sondern das es nun einmal Pech war. Und wenn sie verläppert ist es auch nicht „unfair“, dass ich ihr die Kanne gegeben habe. Sondern sie ist bloß zu blöd zum Einschenken. Und, dass ich nicht will, dass sie geschminkt rumläuft, aussieht, als wäre sie in einen Farbtopf gefallen.
(„Meine Mama schminkt sich noch viel doller-“ „Das ist mir völlig egal, wasch die Farbe aus deinem Gesicht!“ – „Ich mag mich aber schminken-“ „Ich schmink mich auch, aber eben nicht so!“ – „Aber-“ „Nichts aber.“ – „Das ist voll unfair!“)

Ich bin also schon froh, dass ich morgen Abend wieder in meinem eigenen Bett liege.

Bis dahin, ein letztes Mal Grüße von der Alb!

Kinderfreizeit Post II

Halbzeit – jedenfalls so ungefähr, irgendwie, mein Zeitgefühl ist in dieser Situation mies.

Alles gut. Kinder sowohl lieb als auch scheiße, abwechselnd und manchmal gleichzeitig, wie es halt so ist…

Heute Abend stehen für mich noch Kreisspiele auf dem Programm und dann Nachtgeländespiel… und jetzt geh ich erstmal essen. Gruß! xo

Kinderfreizeit Post I

Grüße von der Alb! Wir sind sicher angekommen, wen es interessiert; ich, die ich mit meinem Auto fuhr, stand auch nicht im Stau.

Die ersten Kinder haben schon die ganze Nacht Theater gemacht (eine schlief dann auf einer Matratze im Mitarbeiterzimmer -.- und wurde um halb 6 wieder wach, nachdem sie erst um 3 eingeschlafen war -.-).

Noch, allerdings, ist dieses Schlafdefizit gut verkraftbar.

So… dann mach ich mich mal wieder auf den Weg – Hausralley wartet!

Countdown

Noch ungefähr 22 Stunden bis der Bus vor dem Jugendwerk vorfährt – noch ungefähr 23 Stunden, bis wir die Kinder in den Bus laden – noch ungefähr 25 Stunden, bis wir im Freizeitheim ankommen.

Die Kinderfreizeit steht vor der Tür! Letztes Jahr habe ich mein FSJ damit angefangen und auf eben dieser Freizeit geht jetzt dieses Jahr mein FSJ zu Ende. Fühlt sich total schräg an, irgendwie surreal…

Aber das eigentlich wichtige ist, wie gesagt, die Freizeit. 1,2, oder 3 Spieleabend ist vorbereitet; Kreisspiele sind rausgesucht; das Anspiel ist geprobt und sämtliche Boxen sind voll gepackt. Es kann losgehen.

Die Internetverbindung soll wohl ganz ordentlich sein – insofern hoffe ich, Bericht erstatten zu können, wenn ich mal nicht direkt erschöpft ins Bett falle in jeder freien Minute.

Wünscht mir Spaß ;-) oder Glück oder… was auch immer…

Update

Falls sich jemand über die Stille hier wundert – ich hab Urlaub :) Endlich, nachdem ich noch eine Woche länger gearbeitet hab als Chef und die anderen im Büro – und noch eigenhändig einiges für das Großevent im September vorbereitet hab (wofür ich übrigens ehrenamtlich eingeteilt bin. Wenn mein einmal drin steckt, kommt man nicht mehr raus…).

Und dann, ja dann, war ich in der Bayrischen Universitätsstadt, in der ich im Oktober anfange zu studieren – erste Dinge in der neuen Wohnung verstauen & putzen. Habe jetzt die Schlüssel zu meiner Wohnung in der Tasche – fühlt sich total surreal an, irgendwie.

Ach ja, ich hab so einen schönen Stuhl gekauft:

Wohnung (1)

Und einen Hexenbesen zum Terasse fegen:

Wohnung (2)

Küche und Bad sind schon geputzt, Spinnen großteils getötet… Und jetzt geht das Geldausgeben ja erst los. Fehlen noch Bett, Schrank, Waschmaschine, Mikrowelle, undundund…

Abschied III

Habe gestern im Büro gefrühstückt mit Chef (Chefs Hund wollte auch, kriegt aber nichts vom Tisch ;) ), unserer Sekretärin und diesem Herrn, den ich glaub nie groß erwähnt habe hier, der mir aber vielleicht der liebste Kollege ist hier.

Jetzt sind alle in Urlaub und ich halte hier noch für eine Woche die Stellung, bis ich dann letzlich auch Urlaub hab. Es bleibt auch noch einiges vorzubereiten für ein Großevent im September wo ich (wer hätt’s gedacht) dann ehrenamtlich dabei bin. Mein Vorgänger hat’s letztes Jahr schon vorausgesagt…

Aber trotzdem. Mit jedem Abschied werde ich melancholischer, dass es schon vorbei ist…

 

Abschied II

Der Abschiedsreigen geht weiter: ich habe für den Kinderkreis Muffins gebacken (was bei dieser Hitze wahrlich kein Vergnügen war). Die Kids waren auch gleich sehr begeistert – es konnte auch jeder mitessen, da ich extra laktosefrei gebacken habe. *sigh*, was man nicht alles macht…

Hier übrigens das Beweismaterial:

Muffins

Danach hab ich sie gleich zum BAK-Grillen mitgenommen, was übrigens Abschied III wäre, aber ich will mal nicht so sein. Man hat mir gleich mal dtv Atlas Recht geschenkt, auf dass ich mich fürs bevorstehende Jura-Studium schon mal vorbilden kann ;) Ich fand’s sehr, sehr nett.

Und traurig macht es mich auch, denn ich werde die Kids sehr vermissen und auch beim BAK sind doch einige Leute dabei, die ich inzwischen durchaus in die Kategorie Freunde einordenen würde und da ist es schon sehr schade, dass es jetzt auseinander geht…